„Katholisch“ heißt „allumfassend“ – in der Theorie weiß das vielleicht so manche(r), in der Praxis erlebt habe ich dieses allumfassende, ganzheitliche und vor allem überkonfessionelle Denken und Tun aber nur am Bischöflichen Privatgymnasium St. Ursula, wo ich die Oberstufe besucht habe. Ich durfte während der vier Jahre zum einen in den Genuss vielfältiger Angebote an der Schule selbst kommen (musisch-kreativ, sprachlich, bildnerisch-künstlerisch, …), zum anderen hat mich aber auch schon als Teenager die Selbstverständlichkeit beeindruckt, mit der hier Lehrende und Lernende miteinander, voneinander und übereinander lernen und der Mensch als Individuum im Vordergrund steht. Freilich kann das hin und wieder zu Konflikten führen – wo hört des Einen Freiheit auf, wo fängt die des Anderen an, wo ist unsere Schnittmenge? Aber am Ende werden immer Lösungen gefunden, und genau das ist das Großartige an „meiner“ ehemaligen Schule: Aufgeben ist keine Option und gemeinsam geht nun mal alles leichter!
Irina Antesberger

Dr. Isolde Nothnagl-Peketz
“Meine Zeit im Oberstufenrealgymnasium St. Ursula war in vieler Hinsicht prägend und das auf die positivste Weise. Ich habe dort erfahren, dass Leistung auch ohne belastenden Leistungsdruck erfolgen kann, dass Lehrer nicht nur Vermittler von Stoff, sondern Begleiter in einer sensiblen Zeit des Lebens sein können und dass ein Direktor Autorität und gleichzeitig Menschlichkeit und Humor zeigen kann. Meine Begeisterung für Deutsch wurde in dieser Zeit geweckt, was mich in meinem Beruf täglich führt. Heute gehen meine Kinder zur Schule und ich freue mich, wenn es einer Lehrkraft gelingt, Interesse – für welches Thema auch immer – zu wecken. Gerade in einer Zeit, in der Jugendliche mit viel Unsicherheit konfrontiert sind, haben Lehrer, die den Blick nicht nur auf den Schüler, die Schülerin, sondern auf den Menschen dahinter gerichtet haben und richten, eine große Bedeutung.”
Dr. Isolde Nothnagl-Peketz
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